Sollte man sein Geld auf mehrere Tagesgeldkonten verteilen?

Nicht selten kommt die Frage, ob man sein Guthaben (Geld) auf mehrere Tagesgeldkonten bei verschiedenen Banken verteilen solle. Nun, dabei muss man sich die Frage stellen, welche Vorteile das überhaupt haben könnte.

Grundsätzlich verteilen Anleger ihr Vermögen – sie diversifizieren das Risiko und die Renditechance. Beim Tagesgeld bestimmt sich die Rendite nach der Höhe der Guthabenverzinsung und dem Zinsintervall. Täglich weiß man, welchen Zinssatz die Bank aktuell für die Tagesgeldanlage zahlt. Die Banken veröffentlichen dazu ihre Zinssätze. Wenn Ihnen eine Bank beispielsweise 4,00 % p.a. und eine andere Bank 3,00% p.a. bei gleichem Zinsintervall anbietet, würden Sie sich doch sicherlich für das 4,00%-Angebot entscheiden. Aus welchem Grund sollten Sie Ihr Guthaben auf beide Konten aufteilen, wenn Sie doch bei dem einen Tagesgeldkonto deutlich mehr Zinsen erwarten können?

Eine Überlegung wäre – und das ist die einzig sinnvolle – die Absicherung Ihrer Einlagen. Das Risiko Ihrer Einlagen beim Tagesgeldkonto ist gleich Null, wenn Sie bei einer Bank innerhalb deren Sicherungsgrenze Tagesgeld angelegt haben. Die Sicherungsgrenze können Sie bei Ihrer Bank erfragen. Auf unseren Detailseiten machen wir ebenso Angaben dazu, die die Banken veröffentlichen.

Aufpassen müssen nun Anleger, die Tagesgelder über den Sicherungsgrenzen des jeweiligen Geldinstitutes liegen haben. Ist die Bank beispielsweise nur der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH angeschlossen, die im gesetzlichen Rahmen bis 100.000 Euro pro Kunde zu 100% absichert, dann sollte man natürlich auch keinen Cent mehr bei dieser Bank anlegen. Im Entschädigungsfall könnte man so auch nur auf die 100.000 Euro hoffen. Was darüber liegt – wäre in der Insolvenzmasse verschwunden.

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Es kann jedoch zu der Situation kommen, dass die oben angesprochene Bank mit dem 4,00%-Angebot nur der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH angeschlossen ist und die Bank mit dem 3,00%-Angebot eine weitaus bessere Absicherung im vielleicht 7-stelligen Bereich anbietet. Will man einen größeren Betrag als die genannten 100.000 Euro anlegen, so verteilt man lieber das Risiko und nutzt das 4,00%-Angebot nur bis zur Höhe der zugebilligten Einlagensicherung und darüber hinaus legt man das Geld bei der Bank an, die zwar einen schlechteren Zinssatz zahlt – dafür aber die bessere Einlagensicherung bietet.